GKB Platte im Trockenbau

GKB Platten

Die Gipskartonbauplatte ist die klassische “Rigips”-Platte. Der Begriff ist nur die technische Umschreibung, da Rigips eigentlich nur der Markenname des Herstellers Saint Gobain, des Branchengrößten ist. Die Marke ist aber schon so lange auf dem Markt und feierte bei ihrer Einführung so durchschlagenden Erfolg, dass der Markenbegriff zum Synomym für Gipskartonplatten wurde. Der zweite große Hersteller von GK-Platten ist Knauf. Außer den beiden gibt es nur noch vereinzelte, kleinere Hersteller, die auf dem Markt heute aber nur sehr wenig Bedeutung haben.

Aufbau von Gipskartonbauplatten

GKB Platten sind relativ einfach aufgebaut – im Inneren befindet sich Gips, der beidseitig von Karton überzogen ist. Der Karton dient dazu, die Gipsplatte zu stabilisieren und auch die entstehenden Zugkräfte, die auf die Platte einwirken, aufzufangen. GK-Platten sind dabei aber feuchtigkeitsempfindlich, weshalb es auch eine kernimprägnierte Variante – die sogenannten “grünen” Rigipsplatten, auf dem Markt gibt, um auch in Feuchträumen GK-Platten verwenden zu können. Sie sind aber deutlich teurer als die herkömmlichen, nicht imprägnierten Platten.

Produkte, die man nicht mit GKB Platten verwechseln sollte

Gipswandbauplatten bestehen zu 100 Prozent aus reinem Stuckgips und werden mittels Nut und Feder verlegt. Gipsfaserplatten bestehen im Inneren nicht nur aus Gips, sondern sind mit Glas- oder Zellulose-Fasern armiert. Sie tragen dafür keine Kartonbeschichtung. Gipsfaserplatten sind stabiler und außerdem von sich aus bereits feuchtigkeitsresistent und nicht brennbar. Es gibt sie auch von Saint Gobain unter der Bezeichnung Rigidur und sind meist in kleinern Formaten vertreten. Beide, sowohl Gipswandbauplatten als auch Gipsfaserplatten sind deutlich teurer als die gewöhnlichen GKB Platten.

Verwendung von GK-Platten

GKB Platten können im gesamten Innenausbau verwendet werden – es gibt sie in unterschiedlichen Stärken, zusätzlich auch als Verbundplatten mit einer isolierenden Styroporschicht zur Wärmedämmung auf der Rückseite. Außerdem gibt es auch Estrich-Elemente aus Gipskarton, die als Trockenestrich verlegt werden können. Die Haupteinsatzbereich sind freistehende, nicht tragende Wände, abgehängte Deckenkonstruktionen und Wandverkleidung im Trockenputzverfahren. Neben den Standardgrößen gibt es auch sogenannte Einmann-Platten, die kleiner und damit auch allein zu handhaben sind.