Fußbodenheizung Aufbau – Teil 2/8

Estrich für Fußbodenheizung

Bei einer Fußbodenheizung handelt es sich um Heizleitungen, die auf entsprechendem Bodengrund verarbeitet und aufgelegt werden. Für den idealen Aufbau mit flächendeckender Wärmeleitung ist es notwendig, den Fußboden unterhalb der Heizleitungen zu dämmen, sowie eine wärmeleitende Oberfläche, den Bodenbelag, zu wählen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten für den Aufbau optimaler Bodenwärme, wobei sich Estrich als Grundlage für den Boden, in welchem die Leitungen verlegt werden, am besten eignet.

Kostensparende Planung

Damit die Heizung im Fußboden optimal funktioniert und sich der Nutzer über eine gleichmäßige und angenehme Wärme freuen kann, sollte dem Aufbau des Fußbodens große Bedeutung beigemessen werden. Mit einer Fußbodenheizung kann man hohe Kosten sparen und heizt weitaus günstiger, als es mit einem herkömmlichen Heizkörper der Fall ist. Hier macht man sich das physikalische Gesetz zu Nutzen, nach welchem Wärme immer nach oben steigt. Auch in Kombination mit einem eigenen kleinen Hauskraftwerk mit Wärmepumpe kann die Fußbodenheizung betrieben werden und so für eine besonders hohe Effizienz sorgen. Bei der Planung sollte kalkuliert werden, wie die Fußbodenheizung betrieben wird. Ebenso sollte sich für eine hochwertige Dämmung, guten Estrich und einen wärmeleitenden Bodenbelag entschieden werden. Damit die Fußbodenheizung effizient arbeitet, darf keine Wärme in den Boden verschwinden. Dies lässt sich mit einer Flüssigdämmung am besten realisieren, da diese speziell für das Verlegen von Heizleitungen im Fußboden entwickelt wurde.

Das energiesparende Konzept professionell umsetzen

Aufbaustruktur einer Fußbodenheizung

Foto: epr/Joco

Bekannt ist die Flüssigdämmung bereits vom Verlegen von Wasser- und Stromleitungen, wo sie aufgrund der positiven Produkteigenschaften und maximalen Festigkeit, ebenfalls bevorzugt angewendet wird. Ist die Flüssigdämmung aufgebracht, muss diese ausreichend trocknen, ehe die Heizleitungen in Regelmäßigkeit aufgebracht werden. Die Wärmedämmung übernimmt in Form von Flüssigdämmung den Bodenausgleich, so dass eine ebene Fläche entsteht. Die Rohre und Heizleitungen werden nicht in, sondern auf der ausgetrockneten Ausgleichsschicht verlegt. Würden sie direkt in der Schicht verarbeitet, wäre keine optimale Dämmung nach unten gegeben und Wärme würde in den Fußboden entweichen. Nach dem Aufbringen der Fußbodenheizung, wird diese in einen flüssigen Estrich, vorzugsweise einen Zementfließestrich, gegossen. Zementfließestrich überzeugt mit hochwertigen Produkteigenschaften und schließt die Fußbodenheizung optimal ein, ohne Lücken zu lassen und so das gleichmäßige Verströmen der Wärme zu mindern. Der fast selbstnivellierende Estrich bildet eine glatte Fläche, welche für den weiteren Aufbau des Fußbodens wichtig ist. Unebenheiten im Boden würden nicht nur den Wärmefluss mindern, sondern auch das Verlegen des sichtbaren Bodenbelags sehr schwierig gestalten.

Aufbau in drei Schritten

Ist der Estrich getrocknet und eine gerade Fläche vorhanden, kann darauf der sichtbare Bodenbelag aufgebracht werden. Für welches Material man sich entscheidet, obliegt den eigenen Ansprüchen und Vorstellungen, wie der beheizte Fußboden aussehen soll. Holz oder wärmeleitender Stein, aber auch Teppichboden oder Holzwerkstoffe überzeugen und eignen sich perfekt für den sichtbaren Bodenbelag über Fußbodenheizungen. Der Aufbau einer Fußbodenheizung benötigt drei Schichten. Die untere Schicht gleicht Unebenheiten aus und dient als Wärmedämmung. In der folgenden Schicht, der Mittelschicht, wird die Fußbodenheizung verlegt und luftdicht eingeschlossen. Auch hier ist auf eine ebene Fläche zu achten, auf welcher die dritte Schicht, der sichtbare Bodenbelag mit wärmeleitenden Eigenschaften aufgebracht wird.

In dem nächsten Teil unserer Artikelserie erfahren Sie mehr zum Bodenaufbau einer Fußbodenheizung.