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Sägeblatt: Welche Richtung der Zähne ist richtig?

Beim Einspannen des Sägeblatts ist unbedingt auf die richtige Ausrichtung der Zähne zu achten

Sägeblatt: Welche Richtung der Zähne ist richtig?

Immer wieder gibt es Unklarheiten darüber, wie herum ein Sägeblatt eingespannt werden muss. Welche einfache Regel bei Handsägen gilt, und worauf man dennoch achten muss, lesen Sie in diesem Beitrag. Darüber hinaus, welche unterschiedlichen Geometrien es bei Sägeblättern gibt.

Handsäge: auf Druck oder auf Zug?

Hier muss man einen deutlichen Unterschied machen: und zwar zwischen europäischen und japanischen Sägen. Europäische Sägen arbeiten entweder auf Druck (auf Stoß) oder auf Stoß und Zug. Japanische Sägen dagegen arbeiten grundsätzlich auf Zug.

Bei europäischen Sägen ist die Zahnrichtung also so angelegt, dass beim Stoß Material abgetragen wird, beim Zug dagegen die Säge gleitet. Bei den Sägen, die auf Stoß und auf Zug arbeiten (wie etwa einige Fuchsschwänze) sieht die Sägeblattgeometrie aber dementsprechend aus. Allerdings gibt es beim Fuchsschwanz und bei Feinsäge kaum Probleme mit dem Einspannen eines Blattes.

Metallbügelsägen arbeiten grundsätzlich nur auf Stoß, deshalb müssen die Blätter dort immer so eingelegt werden, dass die Zähne vom Griff wegzeigen. Bei den meisten anderen Sägen, bei denen man die Blätter wechseln kann, gilt das Gleiche.

Bei japanischen Sägen ist es genau andersherum. Dort muss eine Zahnung immer zum Griff zeigen, wenn es sich um eine japanische Säge mit Wechselblättern handelt (allerdings kann man die meist ohnehin nur in einer Richtung einlegen, also stellt sich das Problem dort nicht).

Sägeblatt-Geometrien

Wohin die Zähne weisen, und welche Form sie haben, hat noch eine tiefere Bedeutung. Jede Zahnform hat ihren besonderen Einsatzbereich. Eine kurze Übersicht über die keinen Unterschiede bei Zahnformen und ihre große Bedeutung gibt die nachstehende Tabelle beispielhaft bei einem Bandsägeblatt.

Zahnform Kurzbezeichnung Verwendung
Klauenzahn HR vor allem für die Holzbearbeitung, Spanwinkel von 10°
Standardzahn RR hier ist der Spanwinkel 0°, vor allem für massive und kleine Werkstücke
Vario-Zahn V für Rohre und Profile
Vario positiv VP Spanwinkel von 10° , etwas größere Werkstücke
Vario extra positiv VEP große Werkstücke, viele Stähle, Spanwinkel beträgt hier 16°

Daneben spielen noch viele weitere Zahnformen eine Rolle – etwa der Wolfszahn oder der Bogenzahn als besondere Formen. Jeder einzelne Winkel, die Zahnhöhe und die Ausführung des Zahngrundes haben genau bestimmbare Wirkungen auf das Schneidergebnis. Dazu kommen dann noch die Werte wie die Zahnteilung, die ebenfalls über das Schneidergebnis bestimmen.

Tipps & Tricks
Wegen der Vielzahl der Varianten sollten Sie immer genau nachfragen, welches Sägeblatt für Ihre Einsatzzwecke am besten geeignet ist – das gilt für alle Sägen mit austauschbaren Blättern. Kleine Unterschiede bei der Geometrie des Blatts können beim Arbeiten mit dem Sägeblatt sehr große Unterschiede machen.

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