Wie reinigen Sie Ihre Pflastersteine?

Pflastersteine reinigen

Sie werden es sicher als sehr ärgerlich empfinden, wenn Ihr selbst eingebautes Pflaster nach einem Jahr verblasst ist und Moos oder Algen sich in den Fugen ausgebreitet haben. Ein wenig hätten Sie diese Verschlechterung des Zustandes vermeiden können, wenn Sie gleich zu Beginn Ihr Pflaster versiegelt hätten. Diese Investition vernachlässigt jedoch fast jeder, den das Imprägniermittel ist teuer.

Wenn Sie nun diese Reinigung angehen, können Sie bei falscher Vorgehensweise Beschädigungen verursachen. Nicht jedes Mittel eignet sich für jedes Pflaster und im Internet kursiert auch so manche Falschinformation. Wie gehen Sie also vor?

Variante 1: das Auskratzen mit dem Schraubenzieher

Diese Methode ist sehr mühevoll und strapaziert Ihren Rücken. Sie kratzen alle Fugen mit einem Schraubenzieher aus und schrubben Stein für Stein mit Wasser.

Damit riskieren Sie mechanische Beschädigungen der Fugen und Algenbeläge entfernen Sie nicht vollständig. Diese Form der Reinigung ist also ungeeignet.

Variante 2: der Hochdruckreiniger

Bei Verbundpflastern ohne Fugen kann diese Methode sehr effizient sein. Haben Sie jedoch ein Pflaster mit offenen Fugen, die mit Edelkies oder Splitt ausgefüllt sind, spülen Sie die obere Schicht dieses Materials mit aus. Die Fugen werden deshalb tiefer und bieten Schmutz und Unkraut erst recht sicheren Nährboden. Also nur bei Pflastersteinen ohne Fugen verwenden.

Variante 3: chemische Mittel

Für jedes Pflastermaterial, also für Beton-, Naturstein- oder Klinkerpflaster, gibt es individuell konzipierte Reinigungspräparate. Bei richtiger Anwendung vernichten Sie Algen und Moose, reinigen die Oberflächen der Steine und Sie müssen lediglich anschließend die abgestorbenen Pflanzenteile gründlich abkehren.

Variante 4: Kaliumpermanganat und Soda

Diese beiden Möglichkeiten werden oft als Hausmittel angepriesen. Kaliumpermanganat ist jedoch hochgiftig. Es verschlechtert den Zustand der Fugen und verunreinigt das Grundwasser. Also Hände weg von diesem Mittel.

Soda entfaltet bei einer entsprechend langen Einwirkungszeit von mindestens 6 Stunden eine sehr gute Wirkung. Im Anschluss daran muss die Pflasterfläche jedoch unbedingt versiegelt werden, was auch bei Profi-Mitteln erforderlich ist.

Ein zusätzlicher Hinweis: Reinigen Sie die Fugen des Natursteinpflasters niemals mit säurehaltigen Haushaltreinigern. Die Säure zerstört das Fugenmaterial und eine Sanierung wird erforderlich.

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