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Ziegelsteine

Wärmeleitfähigkeit von Ziegeln: Einfluss & Optimierung

Von Valentin Weber | 4. Oktober 2024
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Valentin Weber


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Quellenangabe in Zwischenablage kopiert! Valentin Weber, “Wärmeleitfähigkeit von Ziegeln: Einfluss & Optimierung”, Hausjournal.net, 04.10.2024, Hrsg: about:publishing, Abgerufen am 28.10.2026, https://www.hausjournal.net/waermeleitfaehigkeit-ziegel

Ziegel sind beliebt im Hausbau, doch ihre Wärmeleitfähigkeit ist entscheidend für die Energieeffizienz. Dieser Artikel erläutert, wie dieser Wert die Dämmwirkung beeinflusst und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.

waermeleitfaehigkeit-ziegel
Eine hohe Wärmeleitfähigkeit wirkt sich negativ auf die Dämmung aus

Was bedeutet Wärmeleitfähigkeit bei Ziegeln?

Wärmeleitfähigkeit (λ) beschreibt, wie gut ein Baustoff Wärme leitet. Für Ziegel bedeutet eine niedrige Wärmeleitfähigkeit, dass sie besser dämmen und Wärmeverluste minimieren. Der Wärmeleitfähigkeitswert wird in Watt pro Meter und Kelvin (W/mK) angegeben und hängt von mehreren Faktoren ab:

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  • Rohdichte: Geringere Rohdichten bedeuten mehr Luftporen und somit eine höhere Dämmwirkung.
  • Feuchtegehalt: Ein höherer Feuchtegehalt erhöht die Wärmeleitfähigkeit, da Wasser Wärme besser leitet als Luft.
  • Porosität und Porenstruktur: Mehr Poren und eine optimale Porenstruktur verbessern die Wärmedämmung.
  • Mineralische Zusammensetzung: Diese beeinflusst die Wärmeeigenschaften des Ziegels.

Einflussfaktoren auf die Wärmeleitfähigkeit

Die Fähigkeit von Ziegeln zur Wärmedämmung wird durch folgende Faktoren beeinflusst:

  1. Rohdichte: Eine höhere Rohdichte bedeutet mehr Material pro Volumeneinheit, was zu einer höheren Wärmeleitfähigkeit führt. Typische Rohdichten für klassische Ziegel liegen bei etwa 1800 kg/m³. Hochporöse Ziegel haben niedrigere Rohdichten und somit bessere Dämmwerte.
  2. Feuchtegehalt: Ziegel leiten Wärme besser, wenn sie feucht sind. Besonders Lehmziegel zeigen eine starke Veränderlichkeit der Wärmeleitfähigkeit je nach Feuchtegehalt. Feuchtigkeitsschutz ist daher essentiell.
  3. Lochanteil und -struktur: Der Lochanteil und die Struktur der Hohlräume, wie bei Hochlochziegeln, reduzieren die Wärmeleitfähigkeit. Hochlochziegel haben oftmals Rohdichten zwischen 600 und 1000 kg/m³.
  4. Porosierung: Durch Beimischung von Porosierungsmitteln entstehen beim Brennen zusätzliche Luftporen, die die Rohdichte verringern und die Dämmwirkung verbessern.
  5. Integrierte Wärmedämmung: Hohlräume in Ziegeln können mit Dämmmaterialien wie Steinwolle oder Perlit gefüllt werden, um die Wärmeleitfähigkeit deutlich zu senken.
  6. Ziegelmaterial und Mörtel: Die Gesamtwärmeleitfähigkeit eines Ziegelmauerwerks wird durch die Eigenschaften von Ziegel und Mörtel sowie die Dicke der Mörtelfugen bestimmt. Leichter Mörtel mit guter Dämmwirkung kann die Gesamtwärmeleitfähigkeit weiter reduzieren.

Durch die Beachtung dieser Faktoren bei der Ziegelauswahl und dem Bau können Sie die Energieeffizienz Ihres Gebäudes deutlich verbessern und Wärmeverluste minimieren.

Möglichkeiten zur Optimierung des Wärmeschutzes

Verschiedene Maßnahmen können den Wärmeschutz von Ziegelmauerwerk erheblich verbessern:

  1. Modernisierung durch Füllstoffe: Heutige Techniken erlauben das Füllen der Hohlräume in Ziegeln mit Materialien wie Steinwolle oder Perlit. Diese Maßnahme kann sowohl bei Neubauten als auch bei energetischen Sanierungen angewendet werden.
  2. Integrierte Zusatzdämmung: Eine zusätzliche Dämmschicht an den Außenwänden kann den U-Wert der Wandkonstruktion erheblich senken. Die Art und Dicke des Dämmmaterials sollten dabei je nach Anforderung gewählt werden.
  3. Zweischalige Bauweise: Diese Bauweise ermöglicht es, eine Dämmschicht zwischen zwei Ziegelschalen zu integrieren. Dies verbessert sowohl den Wärme- als auch den Schallschutz.
  4. Minimierung von Wärmebrücken: Kritische Stellen wie Fenster- und Türanschlüsse sowie Gebäudeecken sollten sorgfältig gestaltet und gegebenenfalls zusätzliche Dämmschichten oder spezielle Konstruktionen eingeplant werden.
  5. Sicherstellung der Luftdichtheit: Eine luftdichte Gebäudehülle verhindert unkontrollierte Wärmeverluste. Verputzte Ziegelwände bieten dabei einen guten Ausgangspunkt. Anschlüsse und Durchführungen sollten zusätzlich sorgsam abgedichtet werden, um Bauschäden zu vermeiden.

Durch die Kombination und Anpassung dieser Methoden an die spezifischen Bedürfnisse Ihres Bauprojekts können Sie eine effektive Wärmedämmung erzielen und langfristig Energiekosten einsparen.

Artikelbild: Dario Sabljak/Shutterstock

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