Kalkputz ein Schimmelkiller?

Kalkputz Schimmel

Kalk ist ein bewährter Schimmelkiller – und bis zu einem gewissen Grad gilt das für Kalkputz auch. Abhängig ist das aber auch einerseits von den Bedingungen im Gebäude, und andererseits davon, wie sehr der Kalkputz – oder der Kalkanstrich durchcarbonisiert ist. Außerdem gibt es noch einige wirksame Ratschläge für Kalk und feuchte Mauern aus alter Zeit, wo Kalk durchwegs das einzige Putz- und Anstrichmittel war, das zur Verfügung stand.

Luftkalkputz

Luftkalkputz ist etwas sehr Einfaches – nämlich ein Gemisch aus Weißkalkhydrat und möglichst feinem, scharfkantige Sand. Man kann ihn in der Regel problemlos selbst herstellen, das Mischungsverhältnis, meist um die 3:1 (3 Teile Sand, 1 Teil Kalk) erkennt man ohne Probleme an der Konsistenz des Putzes, der so entsteht. Grundsätzlich gilt nämlich:

Je weniger Zusatzstoffe zum Kalk beim Kalkputz, desto besser die Anti-Schimmel-Wirkung.

Manche Fertigprodukte enthalten Mörtelzusatzstoffe, die wiederum einen guten Nährboden für Schimmel darstellen können. Die schimmeltötende Wirkung von Kalk reicht hier dann nicht mehr aus. Je mehr auf Zusatzstoffe verzichtet wird, desto geringer wird das Risiko für Schimmel.

Bauliche Gegebenheiten und andere Umstände können trotz Kalk Schimmelbildung verursachen. Zu den insgesamt größten Risiken für eine Schimmelbildung gehören:

  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • schlechte Belüftung
  • mangelhafte bauliche Abdichtung und Isolierung
  • Temperaturschwankungen um den Taupunkt, was zum Kondensieren von Wasserdampf führen kann

Kombi-Hygrometer, die auch Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsschwankungen anzeigen und aufzeichnen können, lohnen hier zur Ursachenfindung. Man bekommt sie relativ günstig im Fachhandel, auch in einigen Online-Shops. Werden Risiken festgestellt, reicht oft Kalk alleine nicht immer aus, um die Schimmelbildung hintanzuhalten. Das Problem muss hier erst einmal an der Wurzel gepackt werden.

Kalk hemmt nur das Schimmelwachstum, ganz verhindern kann Kalkputz die Schimmelbildung nicht immer von allein

Die Hauptwirkung von Kalk liegt einerseits in seiner Atmungsaktivität begründet (die Wand kann atmen), andererseits eben auch in seinen chemischen Eigenschaften, der Kalk zu einem sehr schlechten Nährboden für Schimmel macht. Außerdem kann der Kalkputz selbst auch eine hohe Menge Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und sorgt damit – ähnlich wie Lehm – die Luftfeuchtigkeit etwas regulieren. Die Betonung liegt hier auf “etwas”. Feuchträume bleiben Feuchträume, trotz Kalkputz.

Schimmel entfernen auf Kalkputz: so gehts.

Sollte sich auf dem Kalkputz leichter Schimmel gebildet haben, erst die Ursache beheben, dann den Schimmel mit 70%igem Alkohol entfernen und ein bis zwei Schichten Sumpfkalk über die Wand streichen. Damit sollte das Problem dann behoben sein. Dem Sumpfkalk ein bis zwei Packungen Quark pro Eimer beizumischen kann als altes Hausrezept noch besser helfen.

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