So wird Rigips verspachtelt

rigips spachteln

Eine besondere Bedeutung für das Finish von Rigipswänden und Trockenputzwänden kommt dem Verspachteln von Fugen und Schraubenlöchern zu. Hier entscheidet sich, wie stabil und sauber die fertige Wand am Ende aussieht. Keinesfalls darf für das Verspachteln der Fugen Ansetzbinder oder Gips oder anderes ungeeignetes Material verwendet werden – lediglich für den Einsatz auf GK-Platten geeignetes Fugenspachtel stellt sicher, dass das Endergebnis dann auch wirklich perfekt ist, und alle Fugen rißfrei sind und bleiben. Die folgende Anleitung zeigt, was Sie beim Verspachteln von Rigipswenden beachten müssen.

Vorbereitung

Um ein sauberes und einwandfreies Verspachteln zu ermöglichen, müssen alle Schnittkanten und geraden Kanten der Rigipsplatten vor der Montage geglättet worden sein, außerdem mit einem Kantenhobel oder auch mit dem Cutter angesfast worden sein. Das bedeutet, dass die gerade Schnittkante von oben her schräg angeschnitten wird, und zwar so, dass der obere Teil der Fuge damit breiter ist als ihr unterer Teil. Wie die Kante aussehen soll, sieht man an den vom Werk her gefertigten Kanten einer Rigipsplatte. Durch Ausfasen sollte man trachten, möglichst den selben Kantenverlauf wie diese vorgefertigten Kanten zu erreichen. Das ist grundlegend, um stabile, rißfreie Fugen zu erhalten.

Die Spachtel

Sie sollte möglichst an den Seiten abgerundet sein, dann lässt sich damit leichter arbeiten. Je kleiner die Spachtel, desto sauberer kann damit gearbeitet werden. Es gibt neuerdings auch Silikonglätter auf dem Markt, mit denen sich das Fugenspachtel angeblich noch leichter und exakter in die Fugen drücken lässt – hier sollte jeder selbst einen Versuch wagen, ob die Versprechungen des Herstellers tatsächlich der Wahrheit entsprechen.

Die Bewehrung

Während dem Verfugen können Bewehrungsstreifen aus Papier, Glasfaser oder besonderen Vliesstoffen in die Fuge gelegt und mit eingeputzt werden. Das führt nach dem Aushärten der Fugen zu stabileren Fugen, besonders Glasfaser-Bewehrungsstreifen verhindern auch ein mögliches Reissen der Fugen besonders gut.

Schraubenlöcher verspachteln

Die Schraubenlöcher müssen ebenfalls vollkommen plan verspachtelt werden – notwendig ist dafür, dass die Schrauben natürlich zuvor entsprechend versenkt wurden.

Nach dem Spachteln kommt das Schleifen

Wenn das Fugenspachtel getrocknet ist, sollte es noch mehrmals mit feinem Schleifpapier solange geschliffen werden, dass es völlig glatt und plan ist. Seien Sie dabei vorsichtig, damit Sie nicht den Karton der Gipskartonplatten mit anschleifen. Nach dem Schleifen kann die Wand dann weiterverarbeitet werden. In die Fugen am Wandanschluss, an Decke und Boden geben Sie am Besten nicht Fugenspachtel, sondern Silikon oder Acryl, um ein Reissen dieser Fugen zu vermeiden.