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Drainage

Drainage unter Pflaster: So geht’s richtig!

Von Rafael di Silva | 15. Oktober 2024
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Rafael di Silva


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Quellenangabe in Zwischenablage kopiert! Rafael di Silva, “Drainage unter Pflaster: So geht’s richtig!”, Hausjournal.net, 15.10.2024, Hrsg: about:publishing, Abgerufen am 02.11.2026, https://www.hausjournal.net/drainage-unter-pflaster

Gepflasterte Flächen sind praktisch, aber ohne ausreichende Entwässerung drohen Schäden. Dieser Artikel beleuchtet die Bedeutung einer funktionierenden Drainage unter Pflaster und stellt verschiedene Lösungen für eine optimale Entwässerung vor.

Terrassenfläche mit braunen Dielen und hellem Pflaster, darunter freiliegende Rohre und Rinne auf Betonuntergrund
Ob eine Drainage unter dem Pflaster notwendig ist oder nicht, hängt von der Beschaffenheit des Bodens ab

Sickerfähigkeit des Bodens entscheidend

Die Sickerfähigkeit des Bodens ist entscheidend bei der Planung einer Drainage unter Pflasterflächen. Die Bodenbeschaffenheit bestimmt, wie gut das Wasser versickert und Staunässe verhindert wird. Lehmböden beispielsweise sind weniger wasserdurchlässig als sandige oder kieshaltige Böden und erfordern möglicherweise zusätzliche Entwässerungsmaßnahmen.

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Ein einfacher Test kann zur Überprüfung der Sickerfähigkeit beitragen:

  1. Graben Sie ein rechteckiges Loch in der erforderlichen Tiefe für den Pflasteroberbau.
  2. Bedecken Sie den Boden des Lochs mit etwa 2 cm Splitt oder Feinkies.
  3. Wässern Sie das Loch eine Stunde lang, um den Boden gut durchzufechten.
  4. Füllen Sie das Loch ca. 30 cm hoch mit Wasser.
  5. Messen Sie den Wasserstand und notieren Sie ihn samt Uhrzeit.
  6. Wiederholen Sie die Messung alle 10 Minuten für eine halbe Stunde.

Anhand der Wassermenge, die absickert, können Sie die Sickerfähigkeit des Bodens berechnen. Eine Sickerfähigkeit von weniger als 0,03 cm/Minute deutet auf unzureichende Entwässerung hin, während Werte über 0,12 cm/Minute sickerfähigen Boden anzeigen. Fachpersonal kann bei der Auswertung und Planung unterstützend wirken.

Entscheidende Faktoren sind:

  • Bodenart: Sand- und kieshaltige Böden lassen Wasser gut durch, während Lehmböden dies nicht tun.
  • Unterbau: Eine durchlässige Frostschutzschicht aus Kies oder Schotter verbessert die Sickerfähigkeit.
  • Drainagesysteme: Bei geringer Sickerfähigkeit sind Drainagesysteme wie Drainagerohre sinnvoll.

Lösungsansätze für eine effektive Drainage

Für eine effektive Drainage unter Pflasterflächen bieten sich mehrere Ansätze an, die an Bodenbedingungen und bauliche Voraussetzungen angepasst werden können:

Einsatz von Dränageplatten

Dränageplatten, die direkt unter dem Pflasterbelag verlegt werden, leiten Wasser durch eingearbeitete Kanäle schnell in den Untergrund ab. Diese langlebigen und verrottungsbeständigen Platten stellen eine verlässliche Lösung dar.

Integrierte Dränagerinnen

Dränagerinnen sind besonders bei größeren Flächen wie Einfahrten oder Terrassen sinnvoll. Sie sammeln Oberflächenwasser und leiten es gezielt ab. Die Positionierung sollte strategisch an den tiefsten Punkten erfolgen. Ein Gefälle von etwa 2% ist erforderlich, um den Wasserfluss zu gewährleisten.

Frostschutz- und Tragschicht

Eine gut gestaltete Frostschutzschicht aus grobem Kies oder Schotter (20-25 cm) schützt das Pflaster vor Frostschäden und verbessert die Wasserdurchlässigkeit. Eine darauf folgende Tragschicht (10-15 cm) aus feinkörnigerem Material muss gut verdichtet werden, um Bodenfeuchtigkeit aufzuhalten und Stabilität zu fördern.

Nutzung von Filtermaterial

Um das Verschlämmen von Dränagerohren zu verhindern, können Filtermaterialien wie speziell konzipierte Vliesstoffe genutzt werden. Diese umhüllen die Dränagerohre und die Dränageschicht und verhindern das Eindringen von Feinteilen.

Versickerungsmulden und Sickerschächte

Versickerungsmulden oder Sickerschächte sind effiziente Methoden, um Wasser abzuleiten. Diese Anlagen sammeln überschüssiges Wasser und lassen es in den Boden versickern, was auch die Grundwasserneubildung unterstützt.

Regelmäßige Wartung

Regelmäßige Wartungen sind wichtig, um die Funktionalität der Drainage zu gewährleisten. Dies umfasst die Reinigung von Dränagerinnen und die Überprüfung der Durchlässigkeit von Dränagerohren und -platten.

Zusätzliche Tipps für eine optimale Entwässerung

Für eine langfristig effektive Entwässerung Ihrer Pflasterflächen können zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden:

  • Wasserdurchlässige Pflastersteine: Nutzen Sie Steine mit hoher Wasserdurchlässigkeit, etwa Natursteine oder spezielle Betonsteine mit Fugenabstandshaltern.
  • Versickerungsflächen anlegen: Diese helfen, überschüssiges Wasser aufzufangen und langsam versickern zu lassen.
  • Rigolen und Muldenrinnen: Unterirdische oder offene Systeme leiten Wasser effizient ab und verhindern Erosionen und Wasserschäden.
  • Gezielte Bepflanzung: Tiefwurzelnde Pflanzen nahe den Pflasterflächen helfen, das Wasser aufzunehmen.
  • Berücksichtigung lokaler Vorschriften: Klären Sie die abwasserrechtlichen Vorschriften in Ihrer Region ab, da bestimmte Drainagesysteme an Auflagen gebunden sein können.

Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können Sie eine umfassende Entwässerung Ihrer Pflasterflächen sicherstellen und sowohl kurzfristige als auch langfristige Wasserschäden verhindern.

Artikelbild: aquatarkus/iStockphoto

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