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Das Fundament für die Gartenmauer

Das Fundament für die Gartenmauer

Gartenmauern sind ein wichtiges, gestalterisches Element. Entsprechend vielfältig sind die Steine, aus denen eine Gartenmauer bestehen kann. Ebenso die Bautechniken. Grundsätzlich wird zwischen Trockenmauern und mit Bindemittel gemauerten Mauern unterschieden. Danach unterscheiden sich aber auch die Fundamente, die erstellt werden müssen, da es ohne in den meisten Fällen nicht funktioniert. Nachfolgend erhalten Sie die wichtigsten Infos und Tipps zu den jeweiligen Fundamenten für Ihre Gartenmauer.

Gartenmauern aus Natursteinen, trocken und nass

Schon beim Material, aus dem eine Gartenmauer bestehen kann, gibt es große Unterschiede. Enorm populär sind aktuell Gartenmauern aus Natursteinen. Insbesondere beim Setzen einer Natursteinmauer können Sie unterschiedlich vorgehen. So gibt es gemauerte als auch trocken errichtete Natursteinmauern. Beim Bauen einer Trockenmauer werden die Steine so geschlichtet und miteinander verkantet, dass sich diese Mauer selbst trägt.

Typische Steine für die Gartenmauer sind die nachfolgenden Gesteinsarten:

  • Granit
  • Grauwacke
  • Schiefer
  • Kalkstein (beispielsweise Muschelkalk)
  • Sandstein
  • Basalt

Aber auch Marmor oder andere, edlere Gesteine werden verwendet. Vor allem ist bei einer Gartenmauer im Außenbereich entscheidend, dass das Gestein frostsicher ist.

Das Fundament der Gartenmauer: das Trockenmauer-Fundament

Doch das Fundament einer Trockenmauer unterscheidet sich maßgeblich von dem einer gemauerten Gartenmauer, es wird ohne Beton erstellt. Zunächst muss nicht so tief gegraben werden, da kein Streifen- bzw. Betonfundament notwendig ist. Allerdings liegt die Fundamentsohle mit einer durchschnittlichen Tiefe von 40 cm in Frosttiefe. Deshalb müssen Vorkehrungen getroffen werden, damit die Trockenmauer nicht durch darunter entstehenden Frost geschädigt wird.

Verdichten und mit Kies auffüllen

So muss das ausgeschachtete Fundament sehr gut verdichtet werden. Vorzugsweise sollten Sie dafür eine angetriebene Rüttlerplatte verwenden. Manuell besteht das Risiko, dass Sie die Sohle nicht massiv genug verdichten können. Dann wird eine circa 30 bis 35 cm dicke Schotter- oder Kiesschicht in einer entsprechenden Körnung eingebracht.

Baustoffe für das Fundament

Diese Schotter- oder Kiesschicht wirkt kapillarbrechend. Das heißt, Wasser, das in dieser Schicht zu Eis friert, kann sich ungehindert ausdehnen. Dann folgt noch eine 5 bis 10 cm dicke Bausand-Schicht. Die Gartenmauer kann sich auf diesem Fundament weder senken noch heben. Ist der Untergrund jedoch ausgesprochen lehmig oder anderweitig stark wasserundurchlässig, muss die Sohle so angelegt werden, dass das Wasser ungehindert abfließen kann.

Das Fundament für die Trockenmauer selber machen

Viele Trockenmauer werden innenseitig verfüllt, da sie Terrassierungen und Hochbeete einfassen. Also muss sich die Fundamentsohle nach außen neigen, sodass das Wasser abfließen kann. Eventuell ist auch das Einbringen von quer zur Gartenmauer liegenden Drainage-Rohren vorteilhaft. Wie Sie ein Trockenmauer-Fundament im Detail erstellen, erfahren Sie, wenn Sie dem Link folgen.

Das Fundament für die Gartenmauer: Fundament für gemauertes Mauerwerk

Die Gartenmauer, die Sie nass, also mit einem Bindemittel, erstellen, benötigt dagegen ein Streifenfundament. Damit müssen Sie auch die Frosttiefe unterschreiten, weshalb dieses Fundament für eine Gartenmauer mindestens 80 cm tief werden sollte. Der Boden muss zumeist nicht mehr zusätzlich verdichtet werden – außer, es ist sehr lockerer Boden.

Anforderungen an das Betonfundament

An den Beton für das Fundament werden einige Anforderungen gestellt. Vor allem muss er wieder für den Außenbereich geeignet sein. Die Qualitätsstufe des Betons sollte B 15 sein. Sie können den Beton entweder selber anmischen, aber auch Fertigmischungen erwerben. Um das zukünftige Fundament herum müssen Sie die Ausschachtung verschalen.

Tipps zum Streifenfundament

Auf das Fundament können Sie dann Ihre Gartenmauer wie jede herkömmliche Mauer errichten. Haben Sie bedenken, dass Ihre Gartenmauer am Mauersockel Wasser ziehen könnte, schafft eine Bitumenbahn Abhilfe. Diese legen Sie in das Mörtelbett für die erste Steinmauer Ihrer Gartenmauer ein.

Allgemeine Anforderungen

Unabhängig davon, ob es nun eine Trockenmauer oder eine mit Bindemittel (Kleber, Mörtel) erstelle Gartenmauer sein soll: Das Fundament muss circa 10 cm breiter sein als die spätere Mauer. Ist die Gartenmauer freistehend, hat also freie Enden, muss das Fundament auch hier wenigstens 10 cm länger sein. Eine exakte Anleitung zum Erstellen eines Streifenfundamentsfinden Sie, wenn Sie dem Link folgen.

Tipps & Tricks
Beachten Sie sämtliche infrage kommenden baurechtlichen Bestimmungen und Auflagen, also Baugesetzbuch, Landesbauordnung, kommunale Auflagen und Bebauungspläne. Außerdem sind unter Umständen auch Richtlinien und Gesetze wie bei der Grenzbebauung oder Güterichtlinien (DIN, RAL) zu befolgen.Ab einer Höhe von 2 m benötigen Sie zu Ihrer Gartenmauer eine Standsicherheitsberechnung. Diese wird von einem entsprechend ausgewiesenen Experten (Architekt, Statiker) erstellt.

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