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Jede Terrasse braucht ein leichtes Gefälle

Jede Terrasse braucht ein leichtes Gefälle

Der Boden einer Terrasse ist im Normalfall Niederschlägen aller Art ausgesetzt. Für die Haltbarkeit und Sauberkeit ist das regelmäßige und schnelle Abtrocknen wichtig. Ein leichtes Gefälle sowohl bei Stein- als auch bei Holzterrassen begünstigt die Wasserabfuhr. Auch der Untergrund sollte über ein Gefälle verfügen.

Gefälle für Wasserablauf

Je nach Art der Terrasse muss in unterschiedlichen Planungsstadien an ein Gefälle gedacht werden. Wenn unter einer Holz- oder Metallterrasse ein loser Untergrund wie beispielsweise mit Kies oder Splitt bestreuter Boden vorhanden ist, sollte er ein Gefälle haben. Bei der Konstruktion eines auf Balken oder Stelen getragenen Terrassenbodens können die Dielen ebenfalls mit einer leichten Neigung versehen werden, müssen es aber nicht zwangsläufig.

Bei einer Terrasse mit geschlossenem Boden wie bei Beton- oder Natursteinplatten ist ein Gefälle unumgänglich, um stehendes Wasser zu vermeiden. Anders als beim Anlegen einer Holzterrasse dient hier keine Drainagefläche als Sickerzone und das Wasser muss zuverlässig abgeleitet werden. Das immer von der Gebäudewand wegführende Gefälle erzeugt eine Wasserablaufkante, unter der sich ein sickerfähiger Boden befinden muss. Alternativ kann ein Regenrohr angebracht werden.

So erzeugen Sie ein Gefälle

  • Splitt oder Kieselsteine
  • Eventuell Holzkeile
  • Abziehleiste
  • Richtschnur
  • Terrassenlange Hilfsleiste
  • Wasserwaage
  • Zollstock oder Bandmaß
  • Markierungs- oder Richtstöckchen

1. Vermessung

Wenn Sie den Aushub abgeschlossen haben, messen Sie die Gesamtlänge der Richtung, in die das Gefälle eingerichtet werden muss. Setzen Sie an beiden Enden ein Markierungsstäbchen. Legen Sie die Hilfsleiste von einem Stöckchen bis zum anderen Stöckchen.

2. Markierung

Richten Sie mit der Wasserwaage die Hilfsleiste präzise waagerecht aus. Nutzen Sie für die Nivellierung Erde, Sand oder Holzkeile. Wenn die Hilfsleiste exakt ausgerichtet ist, markieren Sie auf beiden Markierungsstäben die gleiche Höhe. Das ist Ihr Nullpunkt.

3. Richtschnur spannen

Als angemessenes Gefälle werden ein bis zwei Prozent bezeichnet. Wenn Sie eine zwei Meter lange Gefällelänge haben, entspricht das zwei bis vier Zentimetern. Markieren Sie an einem Markierungsstab die errechnete Differenz für Ihre Länge. Befestigen Sie die Richtschnur entsprechend an den Markierungen straff gespannt.

4. Gefälle abziehen

Jetzt können Sie Ihren Untergrund mit einer Abziehstange der Richtschnur folgend präzise abziehen und die Neigung nivellieren.

Tipps & Tricks
Bei jedem Anlegen eines Gefälles entsteht eine Stelle, Kante oder Seite, an der es zu vermehrten Wasserablauf. Sorgen Sie dort für ausreichende Wasserabfuhr.

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