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Putz und Mauermörtel richtig kombinieren und verarbeiten

Putz und Mauermörtel sind sich stofflich sehr ähnlich

Putz und Mauermörtel richtig kombinieren und verarbeiten

Mit Putz und Mauermörtel treffen zwei artverwandte Bauhilfsstoffe aufeinander. Der Putz wird meist als Überzug und Verkleidung eingesetzt, während der Mauermörtel in Fugen und als Liegebett zum Einsatz kommt. In vielen Situationen überschneiden sich die Aufgaben. Beim Verarbeiten sollte darauf geachtet werden, dass Materialien zusammenpassen.

Überschneidungsbereiche

Putzmörtel stellen eine Art Zwitter unter den Baumaterialien und Hilfsmitteln dar. Sie können in mehreren sich teilweise überschneidenden Funktionen verwendet werden:

  • Ergänzung und Reparatur von Unterputzen
  • Verfüllung und Verkleidung von Fugen
  • Als Untergrund für einen reinen Putzauftrag
  • Als rauer oder glatter Oberflächenputz

In vielen Fällen stoßen beim Auftragen von Mörtel und Putz zwei unterschiedliche Mischungsverhältnisse aufeinander. Ein vorhandener Altmörtel wird beispielsweise auf dem Grund von Fugen mit einem Putz- und Mauermörtel bedeckt.

Form und Funktion

Häufig beim Verarbeiten von Putzmörtel sind Spachtelarbeiten, die funktionelle und optische Aufgaben gleichzeitig übernehmen. Der entscheidende Unterschied in der Definition von Putz und Mörtel (7,60€ bei Amazon*) ist die Nutzungsabsicht und Verarbeitung.

Putz

Dient dem Verkleiden und Überdecken auf Flächen und in Fugen. Er kann funktionelle Zusatzeigenschaften wie als Sperrputz, als Opferputz oder als Leichtputz mitbringen. Statische und stützende Aufgaben hat er im Normalfall nicht.

Mörtel

Als Mörtel werden Massen bezeichnet, die in erster Linie der Statik, Stabilität und Untergrundbildung dienen. Typische Einsatzarten sind Fugenmörtel (34,89€ bei Amazon*) in Mauerwerk, Bettungen für Fliesen und Platten und Füllstoffe für größere Mauerschäden. Optische Funktionen übernimmt der meist „versteckte“ Mörtel nicht.

Mörtel- und Putzarten

Sowohl unter Mörtel als auch bei Putz sind unterschiedliche Varianten möglich. Sie werden generell in unterschiedliche Gruppen unterteilt:

  • Zementmörtel
  • Kalkzementmörtel
  • Kalkmörtel
  • Mineralischer Putz
  • Kunstharzputz

Als typische Eigenschaften unterscheiden sich das Quell- und Schwindungsverhalten, die Ausprägung der Diffusionsfähigkeit, Stabilität und Zugfestigkeit und die Schichtstärke bei der Verarbeitung.

Wenn artfremde Putze und Mörtel kombiniert werden, kann es zu unerwünschten Reaktionen kommen. Unpassende Putzmörtel beginnen zu bröckeln, wenn sie nicht sortenrein verarbeitet werden. Die Bindemittel sollten möglichst immer eine zumindest partielle Gleichheit besitzen.

Tipps & Tricks
Bringen Sie in keinem Fall luft- und wasserdichte Putze und Mörtel mit diffusionsoffenen Varianten zusammen. Bleiben Sie auf der „atmenden“ oder „nicht atmenden“ Seite, um physikalisch bedingte Verwerfungen zu vermeiden.

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